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UDI: Katzenschutzverordnung rasch umsetzen
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geschrieben von IN-direkt

Die UDI Fraktion im Ingolstädter Stadtrat fordert eine zügige Umsetzung des Beschlusses zur Katzenschutzverordnung nach Pfaffenhofener Vorbild. In dem enstprechenden Schreiben heißt es dazu: 

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Dr. Lösel,
sehr geehrter Herr Rechtsreferent Müller,

am 05. Dezember hat der Ingolstädter Stadtrat mit sehr großer Mehrheit beschlossen: „Die Stadt Ingolstadt erlässt eine Katzenschutzverordnung, die eine Kastrations-, Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht für Freigängerkatzen beinhaltet und stellt im Haushalt 2020 für die ersten 150 Tiere eine Anschubfinanzierung von 15.000 € bereit.“

Der Landkreis Pfaffenhofen hat es nun aktuell vorgemacht, wie es funktionieren kann und mit Wirkung vom 01.01.2020 eine derartige Verordnung nach sorgfältiger juristischer Prüfung in Kraft gesetzt.

Nun bitten wir Sie heute, die Umsetzung unseres Stadtratsbeschlusses zeitnah dahingehend zu vollziehen, dass

  1. die Verordnung unseres Nachbarlandkreises überprüft wird, inwieweit sie übernommen werden kann und

  2. wir als Antragsteller zusammen mit der Verwaltung und den engagierten Initiativen zum Katzenschutz (namentlich das Tierheim Ingolstadt, die Tierfreunde Region Ingolstadt und Vertreter der Tierärzte wie beispielsweise Frau Dr. DeBruyne oder Herr Dr. Reindl) möglichst rasch an einem Tisch zusammenkommen, um die Praktikabilität und die zeitnahe Umsetzung auf den Weg zu bringen sowie

  3. in der Stadtratssitzung im Februar über den Sachstand berichtet wird.

Wie im damaligen Beschluss ausgeführt, fordern alle großen Tierschutzorganisationen wie der Deutsche Tierschutzbund und die ihm angeschlossenen Tierschutzvereine, die internationale Organisation „Vier Pfoten“, viele Tierheime und Bayerns Landestierärztekammer eine möglichst flächendeckende Kastrations-, Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht für Freigängerkatzen. Unkastrierte Katzen können bis zu dreimal im Jahr vier bis sechs Junge werfen. Auf diese oft kranken Katzenkinder wartet ein leidvolles Leben, denn die domestizierten Tiere sind nicht für ein Leben in der Natur gerüstet, sie sterben oft qualvoll oder überlasten die Tierheime – auch bei uns.

Vordringliche Ziele der Verordnung sind also:

  • Nachhaltige und dauerhafte Reduzieren der Fundtiere, die noch dazu häufig nicht vermittelbar sind,

  • Senkung der Tierarztkosten bei allen Befassten und Schaffung von Rechtssicherheit für die Helfer,

  • Umsetzung des Staatsziels Tierschutz für die Katzen und Schutz der Vogelpopulation

  • Zuordnung entlaufener Fundkatzen,

  • Vermeidung von Doppel-Operationen, die bei Fangaktionen entstehen,

  • Reduzierung zahlreicher ansteckender Krankheiten,

  • Verpflichtung der Katzenhalter Verantwortung für ihr Tier zu übernehmen,

  • Reduzierung der Rattenpopulation durch weniger Futterstellen.

Für Ihre Mühe bedanke ich mich im Voraus.

Mit den besten Grüßen

gez. Dorothea Soffner
Fraktionsvorsitzende der UDI
Mitglied des Stadtrats
 

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