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Arbeiten für die Mobilität der Zukunft
aus der Kategorie Stadtgeschehen
geschrieben von IN-direkt

UAM-Netzwerktreffen

Innerhalb von nur einem Jahr seit der Gründung ist die Ingolstädter Urban Air Mobility-Initiative (UAM) enorm gewachsen. 60 Partner arbeiten gemeinsam an der Entwicklung von Projekten für die Mobilität der Zukunft. Regelmäßig treffen sich die beteiligten Firmen, Institutionen und Einrichtungen zum Netzwerktreffen – die vierte Auflage fand nun beim Netzwerk-Partner Rohde & Schwarz in München statt.

Rund 120 Experten und Fachleute nutzten die Gelegenheit zum Austausch. „Die Entwicklung der Technologien von Morgen ist eine besondere Herausforderung. Ich freue mich sehr, wenn ich sehe, wie groß unsere gemeinsame Initiative inzwischen geworden ist, wie viele hochkarätige Partner zusammen gefunden haben und was wir bereits alles auf den Weg bringen konnten,“ so Oberbürgermeister Christian Lösel in seinem Grußwort.

Im Rahmen der Veranstaltungen wurden mehrere Einzelprojekte näher vorgestellt, darunter „OBUAM“ (Forschungsprojekt zum langfristigen Anwendungspotential von UAM als Ergänzung zum öffentlichen Personennahverkehr am Beispiel Oberbayern), „INCity-TakeOff“ (Planung von so genannten Vertiports und Verti-stops zum Starten und Landen von „Flugtaxis“) sowie „GABi“. Dieses Forschungsprojekt der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt beschäftigt sich mit der gesellschaftlichen Akzeptanz und Bürgerintegration bei UAM. Die KU arbeitet derzeit an VR-Brillen-tauglichen Simulationen für die Öffentlichkeit. Zusammen mit dem „brigk“ wird ein „Living Lab“ in der Fußgängerzone eingerichtet. Hier soll ein umfangreiches Programm rund um UAM geboten werden: Drohnen-Workshops, Ausstellungen, Ansprechpartner der Netzwerkpartner für Gespräche und vieles mehr.

Bei einer Diskussionsrunde mit vier Vertretern von Unternehmen, die aktuell an „Flugtaxis“ arbeiten, ging es hauptsächlich um Fragen zur Zulassung und rechtlichen Voraussetzungen für einen ersten Testbetrieb. Der Netzwerkpartner AIRBUS kündigte an, mit seinem (in Ingolstadt der Öffentlichkeit präsentierten) „CityAirbus“ im Jahr 2024 bei den Olympischen Spielen in Paris erstmals autonom zwischen dem Flughafen Charles de Gaulle und den Sportstätten fliegen zu wollen. Transferflüge zwischen Flughäfen und Innenstädten werden aus Sicht der Hersteller zu einem der ersten Einsatzfelder für „Flugtaxis“ werden.

Im Anschluss haben sich die Konferenz-Teilnehmer in mehreren Arbeitsgruppen und Workshops zu Themen der Flugsicherheit und Regularien ausgetauscht sowie eine zukünftige Arbeitsstruktur festgelegt. 

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