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Gründungsmitglieder verlassen Die Linke
aus der Kategorie Stadtgeschehen
geschrieben von IN-direkt

Liliana la Perna und Manfred Lindner haben ihren Austritt aus der Partei erklärt. Zu ihren Beweggründen nehmen sie in folgender Pressemitteilung Stellung:

Beim wöchentlichen Treffen der Basisorganisation Ingolstadt am Donnerstag, 04.07.2019 erklärte die langjährige Kreisvorsitzende Liliana la Perna ihren Austritt aus der Partei Die Linke: „Der Kurs der Partei und die Entwicklung in Ingolstadt, sind mit meinem politischen Selbstverständnis nicht mehr in Einklang zu bringen. Die Linke beschäftigt sich mit politischen Nebenschauplätzen und verliert rasant an Glaubwürdigkeit. Besonders betrübt bin ich über die mangelnde Wertschätzung für die über Jahrzehnte geleistete Arbeit. Die Solidarität, die von der Linken immer so hoch gehalten wird, habe ich in letzter Zeit in Ingolstadt nicht mehr gespürt. Auch die Positionierung zur Kommunalwahl und die geplante Zusammenarbeit mit der Satirepartei Die Partei und den Resten der Piraten bereitet mir erhebliche Bauchschmerzen“.

Auch der Köschinger Manfred Lindner hat sich Liliana la Perna angeschlossen. Der Gewerkschafter und Vorstandsmitglied im DGB Stadtverband Ingolstadt verlässt die Partei, Die Linke. Er begründete seinen Austritt mit den andauernden Querelen innerhalb der Linken. Spätestens seit dem Mobbing gegen Sahra Wagenknecht auf dem letzten Bundesparteitag war sein Austritt nur noch eine Frage der Zeit. Auch die Planungen der Linken zu den Kommunalwahlen 2020 im Kreisverband Ingolstadt, der neben Ingolstadt auch für Eichstätt, Neuburg/Schrobenhausen und Pfaffenhofen zuständig ist, bestärkten seine Zweifel am Kurs der Partei. Nach der Wahlschlappe der Linken bei der Landtagswahl im Herbst 2018 vermisste er, dass keine ernsthaften Konsequenzen gezogen wurden. Das gleiche Personal, dass bei der Landtagswahl kläglich an der 5% Hürde scheiterte, fahre die Linke jetzt in ganz Bayern bei den Kommunalwahlen 2020 endgültig an die Wand.

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