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Internationaler Museumstag am 19. Mai
aus der Kategorie Stadtgeschehen
geschrieben von IN-direkt

Die Ingolstädter Museen beteiligen sich am Sonntag,19. Mai, mit einem abwechslungsreichen Programm am internationalen Museumstag. Der Eintritt in allen Museen ist frei!

Stadtmuseum

Das Stadtmuseum Ingolstadt beteiligt sich auch in diesem Jahr wieder am „Internationalen Museumstag“. Am Sonntag, 19. Mai, wird den Besuchern von 10 bis 17 Uhr ein vielfältiges Programm geboten, der Eintritt ist frei. 
Den Auftakt macht um 10 Uhr eine Führung zur aktuellen Sonderausstellung „Die Schanz – Neues aus der alten Festung“.

Die Ausstellung spannt mit teils einzigartigen Funden einen Bogen von den Anfängen der Festung im 16. Jahrhundert bis zu den Rüstungsbetrieben des 20. Jahrhunderts. Die „Schanz“ ermöglichte die Entwicklung vieler Betriebe, bis hin zur AUDI AG. Sie ist Grundlage der modernen Industriestadt Ingolstadt. Herzöge und Beamte, Professoren und Studenten, Generäle und Soldaten haben die Geschichte der Stadt geprägt. Für alle Ingolstädter hat sich aber nur ein gemeinsamer Name gefunden: Sie waren und bleiben die „Schanzer“.

Ab 13 Uhr beginnt Danny Streete, Balladen der Rock-, Pop- und Folkgeschichte im Schlaraffensaal vorzutragen, jeweils von 13 bis 13.20 Uhr, 13.45 bis 14.05 Uhr und 14.30 bis 14.50 Uhr. Mit seiner Stimme, seiner Gitarre und gelegentlich auch Mundharmonika begeistert er sein Publikum immer wieder aufs Neue. Ob Bob Dylan, Cat Stevens, John Denver und viele Berühmtheiten mehr, seine Balladendarbietung ist einmalig auf der Bühne. Geprägt von der Liebe und Leidenschaft zu seiner Musik sind sie genauso wunderschön wie die Originale. 

Fantasievoll geht es gleich weiter: Um 14 Uhr hören die Kinder in der Märchenwerkstatt vom Ingolstädter Stadtgespenst. Wer weiß, dass es im Kreuztor spukt? Hier wohnt seit vielen Jahrhunderten das liebe Stadtgespenst Mali und beobachtet, was in der Stadt so alles los ist. Manchmal greift das schelmische Gespenst in die Geschehnisse ein und verändert die Geschichte der Stadt. 

Denn Abschluss des Museumstages bildet um 15 Uhr die Erlebnisführung „Wer ist dieser Mann? Bewegte Bilder im Barocksaal“. Die Gemälde des Barocksaals erwachen zum Leben und erzählen mit viel Esprit ihre Geschichten. Prächtige Kostüme und Schauspiel vom Feinsten machen diese Führung zu einem ganz besonderen Erlebnis. 

Zudem dreht tagsüber von 13 bis 17 Uhr die historische Eisenbahn ihre Runden im Spielzeugmuseum. Der Eintritt ist frei.

Museum für Konkrete Kunst

Das Museum für Konkrete Kunst bietet ein Rahmenprogramm zur aktuellen Ausstellung „Gemalte Diagramme. Bauhaus, Kunst und Infografik“ und zeigt auf, inwieweit Informationsgrafik und zeitgenössische Kunst miteinander zusammenhängen. Um 11 Uhr und 16 Uhr geben Führungen einen Einblick in die Ausstellung. Im Kreativlabor und beim Bilderbuchkino für Kinder ab drei Jahren und Familien werden die großen und kleinen Besucher eingeladen, selbst aktiv zu werden.

Programm: 
11 Uhr: Öffentliche Führung 
15 Uhr: Bilderbuchkino. Für Kinder ab 3 Jahren 
16 Uhr: Öffentliche Führung

Der Eintritt ist frei.

Lechner Museum

Ein „Sinnesfest um die Seinsfrage“ findet im Lechner Museum statt.

Ein Sinnesfest inmitten von roten Schüttbildern des Künstlers Hermann Nitsch – das ist ganz im Sinne des Künstlers. Am Internationalen Museumstag im Lechner Museum sind die Besucher von 11 bis 14 Uhr auch zum Mitmachen und zum gemeinsamen Gespräch eingeladen. Seien Sie dabei, wenn ein Koch, ein Pfarrer sowie die Akteurin eines Orgien-Mysterien-Theaters Ihnen neue Zugänge zur Kunst und dem Sein öffnen.

Gemeinsam den Gästen eröffnen Heidrun Prodinger und Claudia Borgmann (beide querVision) im Namen der Alf Lechner Stiftung andere Perspektiven auf das Gesamtwerk von Hermann Nitsch, das derzeit im Lechner Museum zu sehen ist. In kleinen Gesprächsrunden in lockerer Atmosphäre möchten sie mit ihren Gästen in der Ausstellung Antworten auf die Seinsfrage finden, die Nitsch mit seinen skandalträchtigen Bildern selber stellt. Die Besucher sind dabei herzlich zum Mitreden eingeladen. Denn eines ist unumstritten: Über Nitsch lässt sich reden – noch besser bei einem Glas Nitsch-Wein, solange der Vorrat reicht!

Unter dem Motto „Erlebnis und Mysterium“ startet die Veranstaltung um 11 Uhr mit Irmingard Beirle, Mitwirkende des Orgien-Mysterien-Theaters und Künstlerin. Sie berichtet von ihren Erfahrungen und leitet zur Erlebnis-Performance „im Sein verwundet“ an. Beirle wird Freiwilligen den Kopf oder ganzen Körper mit roten Verbandsbinden einwickeln. Befreien soll sich jede Person anschließend selber. Verbinden ist laut Beirle ein Zeichen für das Heilen von Wunden, auch seelischen. Die anschließende Befreiung ist ein sinnliches, bewusstes Erleben und Fühlen.

„Geistreich und geistlich“ geht es um 12.30 Uhr in der zweiten Gesprächsrunde zu. Zu Gast ist Pfarrer Klaus Gruber. Im Mittelpunkt stehen christliche Symbole, Rituale und Bilder des Christentums, die Nitsch aus dem Kontext heraus in seinen Werken verarbeitet hat.

Zünftig könnte es um 13.30 Uhr zugehen. Dann heißt es: „Der Leib, die Seele und das Fleisch“. Ralf Hummel, Koch und Hotelier, betrachtet die Ausstellung, in der auch Tierkadaver gezeigt werden, aus seiner Sicht zwischen „Seinsfindung und Schweinsbraten“.

Suchen Sie Antworten auf die Seinsfrage – bei einem Glas Nitsch-Wein.

Deutsches Medizinhistorisches Museum

Das Deutsche Medizinhistorische Museum lädt um 13 Uhr Familien zu einer interaktiven Führung durch die Sonderausstellung „radikal analog. Die Gemäldesammlung des DMMI“ ein. Zuvor findet um 11 Uhr eine Führung im Arzneipflanzengarten statt. Klassik im Arzneipflanzengarten gibt es ab 15 Uhr beim Open-Air-Konzert der Simon-Mayr-Sing- und Musikschule.

In einem der idyllischsten Orte Ingolstadts musizieren Kinder und Jugendliche der Musikschule in verschiedenen kammermusikalischen Besetzungen. Aufgeführt wurden Kompositionen von Johann Sebastian Bach, Wolfgang Amadeus Mozart, Franz Schubert und Frédéric Chopin, aber auch Beiträge von unbekannteren Komponisten.

Der Eintritt ist frei. 
Bei schlechtem Wetter findet das Konzert um 15.15 Uhr im Rudolf-Koller-Saal der Volkshochschule statt.

Bauerngerätemuseum

Im Bauerngerätemuseum wird aktuell die Ausstellung „Keramik der Berber“ gezeigt. Passend dazu findet um 15 Uhr ein Vortrag über das Volk der Berber statt, gefolgt von einer Führung durch die Ausstellung. Den ganzen Nachmittag über werden textile Handarbeiten vorgeführt.

Audi museum mobile

Auch im Audi museum mobile gibt es ein buntes Programm. Verschiedene Führungen sowie eine Museums-Rallye für Kinder erwarten die Besucher. Ab 13 Uhr gibt es die Möglichkeit zur Rundfahrt mit den legendären DKW Schnelllastern. Ganztägig wird der Film „Im Zeichen der Vier Ringe“ gezeigt.

Der Programm-Flyer liegt an den öffentlichen Auslagestellen und in den Museen aus und ist unter www.ingolstadt.de/museen aufrufbar.

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